3. Praxisbeispiel:
Balance halten mit dem BurnoutPräventionsProgramm (BPP)
Jörg K.* aus Hohen Neuendorf bei Berlin war Vertriebsmitarbeiter einer großen Bank. Viele Jahre hatte er durch herausragende Verkaufserfolge geglänzt. Doch als sich plötzlich verschiedene Rahmenbedingungen in seinem Arbeitsumfeld veränderten, brach seine Leistung ein. Von einem Tag zum anderen blieben die Erfolge aus.
Druck von außen, täglicher Rapport, Teilnahme an wöchentlichen Telefonkonferenzen, Zwangscoaching durch einen hausinternen Verkaufscoach und verschiedene andere Drangsalierungen und Demütigungen waren die Folge. Durch diesen psychosozialen Stress stürzte er in ein Loch. Als er schließlich auch körperliche Alarmsignale wahrnahm, begann er, sich Hilfe zu suchen.
In dieser Phase entschied sich Jörg K. zu einem individuellen Businesscoaching. Schon nach der ersten Zusammenkunft zeigte sich, dass es ihm gut tat, über seine Probleme mit einem echten Vertriebsprofi reden zu können, der die Branche aus allen Perspektiven kannte.
Als Ursache für den Leistungsabfall konnten behindernde Überzeugungen identifiziert und ein massiver Wertekonflikt erarbeitet werden, den K. bereits durch sein bisheriges Leben getragen hatte. Im weiteren Verlauf wurden diese behindernden Glaubenssätze durch konstruktive Überzeugungen ersetzt und der Wertkonflikt aufgearbeitet.
Durch diese und weitere Interventionen gelang es schließlich, Versagensängste abzubauen und den Umgang mit Leistungsdruck effektiver zu gestalten. Mit Hilfe der Arbeit an festgefahrenen ‚Reiz-Reaktions-Mustern‘ und durch die Vermittlung spezieller Entspannungstechniken lernte K., damit umzugehen.
Jörg K. hatte erkannt, dass Probleme hilfreiche Wegweiser sein können. Er lernte, dass Erschöpfungszustände nicht zwangsläufig in ein Burnout führen, wenn rechtzeitig präventive Maßnahmen ergriffen werden. Schon bald stellten sich seine Verkaufserfolge wieder ein.
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